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Wissenschaftlicher Beirat für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Gremium mit dem Blick für das große Ganze

Gruppenfoto auf Treppenstufen vor einem verglasten Gebäudeeingang
Der wissenschaftliche Beirat nach seiner konstituierenden Sitzung am 14. September 2020 in der Dresdner Musikhochschule: Prof. Dr. Christoph Lübbert, Prof. Dr. Gesine Grande, Prof. Dr. Hans Vorländer, Sozialministerin Petra Köpping, Axel Köhler (Rektor der Hochschule für Musik, Dresden), Prof. Dr. Anja Besand, Staatssekretär Uwe Gaul und Prof. Dr. Gerhard Ehninger (v.l.n.r.). Nicht im Bild: Prof. Dr. Daniela Demko, Ulf Middelberg und Prof. Dr. Heribert Prantl.  © SMS

Staatsministerin Petra Köpping hat am 14. September 2020 einen aus acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen bestehenden Beirat ins Leben gerufen. Dieses unabhängige Gremium wird das politische Handeln beratend unterstützen. Der Beirat wird dabei sein Augenmerk auf die gesamtgesellschaftliche Perspektive der einzelnen Fachthemen legen. Denn bei allem, was im Ministerium einzelthematisch voranzubringen ist, soll noch viel stärker der gesellschaftliche Zusammenhalt mitgedacht werden.

    Wir wollen die großen Aufgaben der Zeit aktiv angehen. Wir sehen uns als Staatsregierung in der Pflicht, die Initiative für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes mit allen Mitteln voranzubringen.

    Staatsministerin Petra Köpping

    Aufgabe des Beirates

    Ausgelöst durch die Corona-Pandemie und die dabei gesammelten Erfahrungen wurde ein fachlich versiertes und durch diverse Kompetenzcluster gekennzeichnetes Expertengremien eingerichtet, das politisches Handeln unterstützt und die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger berät. Dabei geht es strategisch um die Beachtung der gesamtgesellschaftlichen Perspektive. Daher ist das Beratungsgremium auch interdisziplinär aufgestellt. Der wissenschaftliche Beirat für gesellschaftlichen Zusammenhalt wirkt mit durch Empfehlungen bei 

    • Maßnahmen des Gesundheitsschutzes,
    • Maßnahmen für gesellschaftliche und soziale Bedingungen, 
    • Maßnahmen der Kommunikation und 
    • Maßnahmen und Konsequenzen für politisches Handeln.

    Der Beirat hat die Aufgabe, umfassende und grundsätzliche Strategieempfehlungen zu formulieren. Er berät zu organisatorischen und Umsetzungsfragen ebenso wie zu Fragen der Bewältigung von komplexen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen und formuliert dazu auch eine rechtliche Einschätzung.

    Arbeitsweise des Beirates

    Auf der Grundlage der mit der Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vereinbarten Beratungsthemen legt der Beirat seine Arbeitsstruktur selbständig fest. 

    Der Beirat arbeitet unabhängig und ist an keine Weisungen gebunden. Er vertritt persönliche Überzeugungen sowie wissenschaftliche und berufliche Expertise. 

    Mitglieder des Beirates

    Den Vorsitz des wissenschaftlichen Beirats hat die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping, inne. Der wissenschaftliche Beirat wählt aus seiner Mitte einen Sprecher bzw. eine Sprecherin sowie eine Stellvertreterin bzw. einen Stellvertreter.

    Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sind neben der Staatsministerin:

    • Prof. Dr. Anja Besand (Professur für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden), 
    • Prof. Dr. Daniela Demko (Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie an der Universität Leipzig), 
    • Prof. Dr. Gerhard Ehninger (em. Direktor Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus), 
    • Prof. Dr. Gesine Grande (Professur für Psychologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig), 
    • Prof. Dr. Christoph Lübbert (Bereichsleiter Infektions- und Tropenmedizin Universitätsklinikum Leipzig, Chefarzt der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum St. Georg), stellvertretender Sprecher des Beirates
    • Ulf Middelberg (Geschäftsführer LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH), 
    • Prof. Dr. Heribert Prantl (Kolumnist und Autor Süddeutsche Zeitung, Honorarprofessur für Rechtswissenschaft Universität Bielefeld) und 
    • Prof. Dr. Hans Vorländer (Professur für politische Theorie und Ideengeschichte, Direktor für Verfassungs- und Demokratieforschung und Mercator Forum Migration und Demokratie, Technische Universität Dresden), Sprecher des Beirates. 
    Poträt von Anja Besand © SMS

    Prof. Dr. Anja Besand, Professur für Didaktik der politischen Bildung, Technische Universität Dresden

    1991 und 1999 Studium Lehramt an Haupt- und Realschulen für Sozialkunde und Kunsterziehung, Kunstpädagogik, Politikwissenschaft  und Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

    1998 bis 2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

    2004 Juniorprofessorin am Institut für Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

    2008/09 Vertretung des Lehrstuhls für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

    2009 Professur für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden

    Prof. Dr. Daniela Demko, Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie, Universität Leipzig

    1990 bis 1995 Studium der Rechtswissenschaft, Universität Potsdam

    1995 bis 1997 Aufbaustudium »Europäische Integration« und Anfertigung der Magisterarbeit (Master of European Law LL.M.Eur.), Europa-Institut im Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität des Saarlandes, Saarbrücken

    2000 Promotion zur Doktorin der Rechte, Universität Potsdam

    2001 bis 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg i. Br.

    2001 bis 2006 Oberassistentin, Universität Zürich, Rechtswissenschaftliche Fakultät

    2006 bis 2011 Assistenzprofessorin für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität Luzern

    2012 Abschluss des Habilitationsverfahrens und Erteilung der venia legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Zürich

    2013 bis 2015 Lehrstuhlvertretung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Regensburg

    seit März 2016 Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie an der Universität Leipzig

    Porträt Gerhard Ehninger © SMS

    Prof. Dr. Gerhard Ehninger, em. Direktor Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus

    1971 bis 1977 Medizinstudium an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen 

    1978 bis 1985 Wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen, 

    1985 Habilitation und Oberarzt der Medizinischen Universitätsklinik Abt. II 1991 Außerplanmäßige Professur 

    1991 bis 1995 Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) 

    1995 bis 2009 Verwaltungsratsvorsitzender der DKMS

    1994 bis 2018 Lehrstuhl Innere Medizin I Dresden mit Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie, Gastroenterologie, Infektiologie und Knochenmarktransplantation

    seit 2004 Geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)

    Porträt Gesine Grande © SMS

    Prof. Dr. Gesine Grande, Professur für Psychologie, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

    1983 bis 1988 Studium der Psychologie an der Universität Leipzig 

    1988 bis 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universitäts-Frauenklinik Leipzig  

    1991 bis 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Essen und der Universität Bielefeld

    1995 bis 2003 wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bielefeld

    1997 Promotion  zum »Doctor of Public Health«

    seit 1999 approbierte Psychologische Psychotherapeutin

    2003 Professorin für Psychologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig 

    2012 Habilitation an der Universität Leipzig

    2014 Professur für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Bremen

    2014 bis 2019 Rektorin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig

    Porträt Chritoph Lübbert © SMS

    Prof. Dr. Christoph Lübbert, Bereichsleiter Infektions- und Tropenmedizin Universitätsklinikum Leipzig, Chefarzt der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum St. Georg 

    1992 bis 1999 Medizinstudium an der Universität Kiel

    1999 Promotion zum Dr. med.

    2000 bis 2008 Klinische Ausbildung zum Internisten, Gastroenterologen, Infektiologen und Tropenmediziner an verschiedenen Standorten

    2004 Diploma in Tropical Medicine and Hygiene (DTM&H), Tropeninstitut der Universität Liverpool (Großbritannien)

    seit 2012 Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL)

    2015 Habilitation an der Universität Leipzig

    2017 Professur (apl.) für Innere Medizin an der Universität Leipzig

    seit 2017 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI)

    seit 2020 Geschäftsführender Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin, Nephrologie und Rheumatologie am Klinikum St. Georg Leipzig

    Porträt Ulf Middelberg © SMS

    Ulf Middelberg, Geschäftsführer LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

    bis 1995 Studium der Wirtschaftsgeografie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Universität Osnabrück

    bis 2007 in verantwortlichen Positionen bei Stadtwerken Osnabrück, Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück und der NordWestBahn GmbH

    bis 2011 Leiter Marketing, Prokurist bei üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe

    seit 2011 Sprecher der Geschäftsführung Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH 

    seit 2018 zusätzlich Geschäftsführer LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

    Prof. Dr. Heribert Prantl, Kolumnist und Autor Süddeutsche Zeitung, Honorarprofessur für Rechtswissenschaft Universität Bielefeld

    1974 bis 1979 Studium der Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie an den Universitäten München, Tübingen und Regensburg 

    1975 studienbegleitende Journalistenausbildung am  Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses der katholischen Kirche

    1982 Promotion

    1981 bis 1987 Richter und Staatsanwalt an bayerischen Amts- und Landgerichten 

    1988 bis 1995 rechtspolitischer Redakteur der Süddeutschen Zeitung 

    1995 bis 2017 Ressortleiter Ressortleiter Innenpolitik 

    2918 bis 2019 Ressortleiter Meinung 

    2011 bis 2019 Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung

    seit 2010 Honorarprofessor an der Universität Bielefeld

    seit 2019 Kolumnist und Autor der Süddeutschen Zeitung

    Prof. Dr. Hans Vorländer, Professur für politische Theorie und Ideengeschichte, Direktor für Verfassungs- und Demokratieforschung und Mercator Forum Migration und Demokratie, Technische Universität Dresden

    1975 bis 1980 Studium der Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften (Doppelstudium) sowie Philosophie und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität Genf.

    1980 Promotion an der Universität Bonn

    1981 bis 1993 Dozent und Lehrstuhlinhaber an verschiedenen Universitäten in Deutschland und den USA

    1991 Habilitation an der Universität Essen

    seit 1993 Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden

    2007 Gründung und Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung (ZVD) an der TU Dresden

    seit 2017 Direktor des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM)

    seit 2018 Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration.

    2019 und 2020 Mitglied der Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit

    Weiterführende Informationen

    Kontakt

    Geschäftsstelle Wissenschaftlicher Beirat

    Zentralstelle

    Besucheradresse:
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
    Albertstraße 10
    01097 Dresden

    Telefon: 0351 56455074

    E-Mail: post@sms.sachsen.de

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