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Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung

Gruppenfoto der Opferbeauftragten mit den drei Vertretern der Staatsregierung
Die Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung, Iris Kloppich (2.v.r.) mit Staatsministerin Petra Köpping (1.v.l.), Staatsministerin Barbara Klepsch (2.v.l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer nach ihrer Berufung am 4. Juni 2019 in der Staatskanzlei  © SMS

Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,

immer wieder ereignen sich unvorstellbare und unvorhersehbare Dinge. Extremistische Straftaten, Terroranschläge oder Amoktaten erschüttern die Menschen; ein Bus mit vielen Insassen verunglückt auf tragische Weise; ein Flugzeug stürzt ab. Viele Menschen sind plötzlich verletzt oder tot. Anwesende und Hinterbliebene stehen unter Schock und fühlen sich mit der Situation überfordert. Bei diesen, aber auch anderen Ereignissen, bei denen eine große Zahl von Menschen Schaden genommen hat sowie in Einzelfällen schwerster Kriminalität ist schnelle, unbürokratische, aber auch nachhaltige Betreuung und Hilfe gefragt.

Um in diese Situationen die Soforthilfe zu ergänzen, hat das Sächsische Kabinett am 4. Juni 2019 die Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung berufen. Gern habe ich dieses neu geschaffene, wichtige Ehrenamt übernommen. Als sächsische Opferbeauftragte bin ich für den Ausbau des Opferschutzes und der Hilfe für Betroffene im und aus dem Freistaat bei Großschadensereignissen zuständig. Dafür steht mir ein kleines Team aus qualifizierten Kolleginnen zur Seite.

Ihnen sowie Ihren Angehörigen, Hinterbliebenen und anderen Betroffenen werde ich als direkte Ansprechpartnerin beistehen. Deshalb stehen sie und ihre Interessen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Des Weiteren agiere ich als »Lotsin« und vermittle die Betroffenen an die für die jeweilige Situation passenden Hilfsangebote und an zuständige staatliche und nichtstaatliche Stellen. Mein Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in plötzlich auftretenden, für sie besonders schweren Situationen nicht allein zu lassen und ihnen mit Rat und Tat beizustehen.

Opfer und Betroffene optimal zu helfen, sie zu begleiten und zu unterstützen, das kann ich jedoch nicht allein. Es braucht Partner in einem gut funktionierenden Netzwerk und eine wirksame Kooperation.  Deshalb werde ich eng mit Hilfeeinrichtungen und Behörden wie auch mit staatlichen Präventionsstellen sowie verschiedenen, in diesem Tätigkeitsfeld aktiven Organisationen und Verbänden zusammenarbeiten.

Der erste Schritt meiner Arbeit und der meiner Geschäftsstelle ist es, alle vorhandenen Partner der Prävention, der Erstversorgung, der Opferhilfe, des Opferschutzes und der Opferberatung zu kontaktieren und auszuloten, wo es Anknüpfungspunkte gibt.

Daneben halte ich es für wichtig, mit dem Opferbeauftragten des Bundes und den Beauftragten der anderen Bundesländer ins Gespräch zu kommen. So können nicht nur Erfahrungen genutzt werden, sondern auch die für überregionale Hilfen notwendigen Strukturen über Sachsen hinaus aufgebaut werden.

Meine Arbeit wird durch eine Geschäftsstelle mit drei Mitarbeiterinnen im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz unterstützt. Zurzeit befindet sich die Geschäftsstelle im Aufbau.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an mich persönlich oder meine Geschäftsstelle.

Ihre
Iris Kloppich

 
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