15.01.2026

Gesundheitsministerin Petra Köpping spricht auf dem Neujahrsempfang der bpa-Landesgruppe Sachsen

Gesundheitsministerin Petra Köpping auf dem Neujahrsempfang der bpa-Landesgruppe Sachsen
Gesundheitsministerin Petra Köpping auf dem Neujahrsempfang der bpa-Landesgruppe Sachsen.  

Pflegereform 2026: Mutige Entscheidungen nötig

Heute sprach Gesundheitsministerin Petra Köpping beim Neujahrsempfang des bpa Sachsen, der über 14.000 Mitgliedseinrichtungen vereint und die größte Interessenvertretung privater sozialer Dienstleister in Deutschland ist. Sie betonte die Dringlichkeit der Pflegereform. Trotz eines Bundesdarlehens stehen mehrere Pflegekassen 2026 vor Zahlungsengpässen.

Ziel der Reform ist es, mehr Unterstützung für die häusliche Pflege zu schaffen, Bürokratie abzubauen, Prävention zu stärken und Innovationen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz voranzubringen. Ein zentraler Punkt ist die Finanzierung: Staatsministerin Köpping plädiert für einen sogenannten Sockel-Spitze-Tausch. Dabei zahlen Pflegeheimbewohner einen festen Eigenanteil, während die Pflegeversicherung alle darüberhinausgehenden Kosten übernimmt. So würden Pflegebedürftige spürbar entlastet.

Weitere Reformziele umfassen die intensivere Begleitung zu Beginn häuslicher Pflege, die Bereitstellung von Hilfen in Krisensituationen, die Bündelung ambulanter Leistungen und effizientere Strukturen. Alle Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt, und zentrale Fragen zur finanziellen Entlastung der Pflegebedürftigen müssen noch geklärt werden.

Ein Praxis-Check soll Pflegebedürftige, Angehörige sowie Leistungserbringer und -träger aktiv einbeziehen. Ministerin Petra Köpping dankte allen Beteiligten für ihre engagierte Mitwirkung im Landespflegeausschuss, bei der Novellierung des Heimrechts und bei der Pflegehygiene-Verordnung. Sie rief dazu auf, die notwendigen Veränderungen 2026 mutig und gemeinsam umzusetzen, um die Pflege in Sachsen nachhaltig zu stärken und finanziell abzusichern.

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