Epilepsiezentrum Kleinwachau eröffnet neues Klinikgebäude
Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro eröffnet das Zentrum einen modernen Neubau für seine Fachklinik für Neurologie und saniert Bestandsgebäude.
Das Epilepsiezentrum Kleinwachau hat ein neues Klinikgebäude eröffnet. Auf rund 2.400 Quadratmetern Nutzfläche bietet das neue Haus D optimale Bedingungen für Diagnostik, Therapie und Pflege von Menschen mit Epilepsie und Anfallserkrankungen.
In dem Gebäude sind drei Stationen mit insgesamt 36 Betten untergebracht. Die Ausstattung entspricht neuesten medizinischen und technischen Standards. Sämtliche Patientenzimmer sind videoüberwacht, um epileptische Anfälle jederzeit sicher erfassen zu können – ein entscheidender Baustein moderner Epilepsiediagnostik.
Rund 5,5 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Sächsischen Sozialministeriums, die restlichen Mittel trägt das Epilepsiezentrum selbst.
Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer finanziellen Förderung nicht nur die Schaffung von modernen Behandlungsräumen unterstützen, sondern dass dadurch auch ein Ort der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Hoffnung entstanden ist. Damit werden die Lebensbedingungen von Menschen mit Epilepsie und ähnlichen Anfallserkrankungen deutlich verbessert. Wir haben mitgeholfen, einen wichtigen Meilenstein in der Gesundheitsversorgung in dieser ländlichen Region zu schaffen, der weit über Sachsen hinauswirken wird. Mein großer Dank geht an Alle, die dieses Vorhaben mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement unterstützt haben.«
Seit 1889 engagiert sich das Epilepsiezentrum Kleinwachau für Menschen mit Epilepsie. Heute umfasst das Epilepsiezentrum neben der Fachklinik unter anderem Wohnangebote, Werkstätten, Inklusionsunternehmen, Förderschule sowie Kindertagesstätten in Radeberg und Pulsnitz.
Das neue Haus D ersetzt einen sanierungsbedürftigen Plattenbau aus den 1970er-Jahren. Das bisherige Gebäude wird nun bis Ende 2026 umfassend modernisiert. Anschließend entsteht dort Raum für weitere therapeutische Angebote, unter anderem für Physio- und Ergotherapie. So wird die bestehende Bausubstanz sinnvoll weiterentwickelt und bleibt nachhaltig in das Gesamtkonzept des Epilepsiezentrums eingebunden.
Mit dem neuen Klinikgebäude setzt das Epilepsiezentrum Kleinwachau ein klares Signal: Hochspezialisierte Medizin, menschliche Zuwendung und moderne Infrastruktur gehören zusammen – und haben Zukunft.