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Aviäre Influenza (Geflügelpest)

Zu sehen sind mehrere Hühner in der Unschärfe, im Vordergrund ein Hahn. © Monticello/iStockPhoto.com

Die Aviäre Influenza (AI), auch Geflügelpest genannt, wird durch unterschiedliche Subtypen des Influenza-A-Virus hervorgerufen. Das Virus verursacht entweder eine niedrigpathogene Erkrankung mit einem milden Krankheitsverlauf oder eine hochpathogene Erkrankung mit schweren allgemeinen Symptomen. Pathogen heißt übersetzt »krank machend«. Es gibt also einen Virus-Typ, der wenig krank macht, und einen Virus-Typ, der sehr krank macht. Beim hochpathogenen Virus spricht man dann von der »Aviären Influenza«. Es sind vor allem Vögel betroffen, aber auch der Mensch kann sich bei einigen der unterschiedlichen Subtypen anstecken, dann spricht man von einer Zoonose. Die Aviäre Influenza bricht immer wieder auf der ganzen Welt aus.

Bereits 2003 trat die Aviäre Influenza (Subtyp: H7N7) in Deutschland auf, gefolgt von weiteren Ausbrüchen 2005/2006 (H5N1) und 2016/2017 (H5N8). In der Zeit vom 01.01.2016 bis 31.12.2017 wurden bei wildlebenden und gehaltenen Vögeln 1262 Seuchenobjekte (zeitlich und geographisch verbundene Ausbrüche) in der zentralen Tierseuchendatenbank gemeldet. Davon waren 114 in Sachsen. Basierend auf der Risikobewertung des FLI und der vorliegenden Befunde hat die Landesdirektion Sachsen in Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz am 14.11.2016 für das gesamte Gebiet des Freistaates die sofortige Aufstallung des Geflügels landesweit angeordnet. Diese Schutzmaßnahmen bewährten sich. Die übermittelten Zahlen zu Untersuchungen von Wildvögeln wiesen bereits im März 2017 auf ein rückläufiges AI-Geschehen in der Wildvogelpopulation hin, so dass die Aufhebung der allgemeinen Stallpflicht am 20.03.2017 erfolgte.

2018 wurde die AI (Subtyp H5N6) in den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien, Irland, Finnland und der Slowakei gefunden. In Deutschland trat sie in einer kleinen Geflügelhaltung auf einer Hallig in Schleswig-Holstein und in Bayern bei einem Wildvogel auf.

Nähere Informationen zur Aviären Influenza finden Sie auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Institutes.

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Hinweise zum Vorgehen beim Auffinden von erkranktem oder verendetem Geflügel

  1. Fundort der Polizei, der Feuerwehr, der Gemeinde, dem Landkreis oder der zuständigen Veterinärbehörde mitteilen.
  2. Bürger sollten kranke oder verendete Wildvögel aus hygienischen Gründen nicht anfassen.
  3. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sollten kranke oder Wildvögel dem zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVÄ) melden (wichtig sind Art des Geflügels und der genaue Fundort).
  4. Erfolgt ein Einsammeln durch Einsatzkräfte der Feuerwehr, ist folgendermaßen vorzugehen:
    • wird eine Berührung der Tiere notwendig, sind Einweghandschuhe zu tragen,
    • die einzusammelnden Tiere sind in luft- und flüssigkeitsundurchlässigen Säcken oder Behältern zu verpacken,
    • Verständigung des LÜVA zur Abholung der verpackten Tiere,
    • benutzte Handschuhe sind zu vernichten und die Hände mit Seife zu waschen.
  5. Veranlassung der Einsendung der Tiere an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen.
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