25.05.2019

Sozialministerin Barbara Klepsch besucht Diakonie-Fest in Plauen und ruft zur Teilnahme auf

Porträt der Sozialministerin Barbara Klepsch
© Christian Hüller

Offener Brief von Sozialministerin Barbara Klepsch an soziale Vereine, Organisationen, Abgeordnete und Verwaltungen zur Teilnahme am Diakonie-Fest für behinderte Menschen in Plauen

Liebe sozial Engagierte, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Sozialer Zusammenhalt entsteht nicht durch Parolen, sondern durch Kontakte. Am kommenden Sonnabend (25. Mai) wird die Diakonie in Plauen ein Integrationsfest feiern. Ein Fest für und mit Menschen mit Behinderungen. Und ein Fest für alle Menschen, die sich mit ihnen verbunden fühlen, Benachteiligungen abbauen – oder einfach nur über soziale Fragen miteinander reden wollen. Über Hindernisse und Erfolge beim Thema Integration, über gute und schlechte Erfahrungen in der Region, über Persönliches und Menschliches.

Leider haben einige der Teilnehmer aus Angst vor Störungen ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt, weil die rechtsnationale Partei »Dritter Weg« eine Kundgebung angemeldet hat. Eine Kundgebung, bei der nach Auskunft der Versammlungsbehörde die rechtsextreme Partei mit Fahnen, Megafonen und Parteikleidung auftreten will. Eine Kundgebung, vor der einige Menschen mit Behinderungen offenbar Angst haben. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Es kann nicht sein, dass in diesem Land Menschen mit Behinderungen aus Angst vor Rechtsextremen nicht an einem Fest teilnehmen. Wir müssen alles tun, um ihre Teilnahme zu ermöglichen, sie ermutigen, ja, sie beschützen.

Als Demokraten und sozial Engagierte müssen wir gemeinsam Gesicht zeigen, um denjenigen die Maske vom Gesicht zu reißen, die so tun, als würden sie im Interesse der Menschen handeln. Das tun sie nicht. Sie stören den sozialen Zusammenhalt.

Ich rufe Sie deshalb alle dazu auf, an dem Fest teilzunehmen. Liebe Abgeordnete der demokratischen Parteien, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Sozialwesen, liebe interessierte Bürger, kommen Sie am Sonnabend nach Plauen, um mit der Diakonie und den Menschen mit und ohne Behinderung zu feiern. Ich selbst werde auch da sein – und komme gern mit Ihnen ins Gespräch über die Situation im Gesundheitswesen, der Pflege und das Ehrenamt in der Region. Und darüber, wie wir Behindern verhindern können. Zeigen Sie mit uns, dass Plauen vielfältig und tolerant ist. Niemand muss aus Angst zuhause bleiben, wenn wir gemeinsam sozialen Zusammenhalt leben. Kommen Sie am Sonnabend nach Plauen! Danke.

Ihre
Barbara Klepsch

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