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Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest © picture alliance/dpa

Unser Ziel bleibt es, den Seuchenausbruch möglichst auf das jetzt festgelegte Gebiet zu begrenzen und eine Übertragung des Virus auf Hausschweine zu verhindern.

Staatsministerin Petra Köpping

Aktuelle Fallzahlen

Fundort Anzahl bestätigter ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen
Landkreis Bautzen 498
Landkreis Görlitz

1.340

Landkreis Meißen 75
Sachsen gesamt 1.913

Stand vom 25. Januar 2023

Aktuelle Restriktionszone zur Afrikanischen Schweinepest mit aktuellen Fallzahlen | Stand: 25. Januar 2023

Wichtige Kontakte

Meldungen zu gefundenem Fall- oder Unfallwild sowie Informationen zu Schäden an der errichteten Barriere richten Sie bitte an folgende Adressen: 

Information Kontakt

Meldung von Fallwild

Lebensmittelüberwachungs-/Veterinärämter

Meldung von Schäden am elektrischen Wildschutzzaun im Landkreis Görlitz entlang der Neiße schadensmeldung-swb@ltv.sachsen.de
Schäden am festen Wildschutzzaun in den ASP-Restriktionszonen

Task-Force.Tierseuchenbekaempfung@sms.sachsen.de

Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

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(© SMS)

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest setzt Sachsen auf die Hunde der Kadaversuchhundestaffel Sachsen und bildet stetig weitere Hunde aus. Drei Kurse gab es, in denen Hunde für die Suche nach totem Schwarzwild geschult wurden. Inzwischen werden über 30 Hunde und ihre Hundeführer in den Sperrzonen zur Fallwildsuche eingesetzt. Vor allem in unwegsamem Gelände sind sie eine große Hilfe.

Großer schwarzer Hund im Vordergrund auf dem Sprung, im Hintergrund steht die Hundeführerin
(© Killig/SMS)

In einem Lehrgang mit 30 Ausbildungstagen wurden die Tiere und ihre Halterinnen und Halter auf das Aufspüren von Wildschweinkadavern konditioniert. Staatsministerin Petra Köpping übergab die Abschlusszertifikate.

Petra Köpping beglückwünscht einen Hundehalter zur bestandenen Ausbildung, ein Hund steht zwischen beiden. Im Hintergrund stehen weitere Absolventen der Ausbildung mit Hund.
(© Killig/SMS)

Der erste Ausbildungskurs mit acht Suchhunden zur Unterstützung der für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) notwendigen Kadaversuche verendeter Wildschweine ist abgeschlossen. Die Hundeführerinnen und –führer der ausgebildeten Hunde erhielten ihre Abschlussurkunden und Medaillen.

Sieben Hundehalter und Hundehalterinnen stehen mit ihren acht Hunden in einer Reihe im Wald.
(© SMS)

Sachsen bildet Kadaverspürhunde zur Fallwildsuche aus: Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest werden in den Restriktionszonen regelmäßig Kadaverspürhunde eingesetzt, um verendete Wildschweinkadaver aufzufinden. Der Einsatz dieser Hunde ermöglicht eine schnellere und effektivere Fallwildsuche und ist besonders in schwer zugänglichen Gebieten eine wertvolle Hilfe. Die systematische Suche nach verendeten Wildschweinen – auch mit Unterstützung von Drohnen – ist ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Tierseuche. Seit Ende April 2021 waren in Sachsen bereits 20 Hundegespanne (Hund und Hundeführer) bei der Fallwildsuche im Einsatz, die ein- bis zweimal monatlich, in den betroffenen Gebieten eingesetzt werden. Der Freistaat Sachsen setzt auch weiterhin auf die Ausbildung sächsischer Kadaverspürhunde. Im Auftrag des Freistaates werden deshalb Hundegespanne ausgebildet. Nachdem bereits Mitte Juli 2021 die ersten Hunde ihre Prüfung abgelegt haben, läuft seit Anfang August 2021 eine Grundausbildung, bei der Hund und Hundeführer ausgebildet und auf den Einsatz gegen die Afrikanische Schweinepest vorbereitet werden.

Ein Hundehalter bückt sich auf einem Waldweg zu seinem Hund, der an einer Holzkiste schnüffelt.
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(© SMS)

Am Wildabwehrzaun, der eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern soll, sind Fälle von Vandalismus und Diebstahl festgestellt worden. Der Metallzaun soll die Bewegung von Wildschweinen und damit die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in weitere Teile Sachsens verhindern. Um das Seuchengeschehen zu begrenzen wird die als gefährdetes Gebiet festgelegte Restriktionszone komplett eingezäunt. Nun wurden an mehreren Abschnitten der Zaun zerschnitten und Spannschlösser gestohlen. Am Elektrozaun, der einen zusätzlichen Schutz entlang der Neiße bietet, wurde mehrfach die Stromversorgung samt Batterien gestohlen. Jäger berichten zudem, dass Tore, die an Wegen und unter Brücken die Durchlässigkeit des Wildabwehrzauns für Anlieger und Landwirtschaft gewährleisten, nicht geschlossen werden. Dadurch ist die erforderliche Absperrwirkung des Zauns gegenüber den Wildschweinen nicht gegeben. Der Zaun verhindert die Ausbreitung der Schweinepest, er muss respektiert werden

Warnschild am Zaun zur Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest
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Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen setzt der Landkreis Görlitz im Auftrag des Sozialministeriums speziell ausgebildete Kadaversuchhunde im betroffenen Gebiet ein. Mit dem Auffinden von infiziertem Fallwild sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Da sich kranke Wildschweine bevorzugt im Dickicht verstecken, kann die empfindliche Nase eines Hundes wesentlich effektiver Kadaver aufspüren als Personensuchtrupps – selbst in schwer zugänglichem Gelände wie Bergbauflächen und Teichlandschaften.

Schwarzer Kadaversuchhund im Wald
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(© Bundeswehr/Weinrich)

Drei Wochen nach der amtlichen Feststellung der Afrikanischen Schweinepest konnte die erste flächendeckende Suche nach mit dem ASP-Virus infizierten Tieren im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz abgeschlossen werden. Auf der insgesamt 15.700 Hektar großen Restriktionszone an der Grenze zu Polen wurden bei der sogenannten Fallwildsuche über 70 Kadaver bzw. Kadaverteile entdeckt. Ziel der Fallwildsuche war es, die Ausdehnung des tatsächlichen Infektionsgeschehens zu ermitteln. Aktuell waren zuletzt elf Suchstaffeln mit über 150 Personen im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz im Einsatz.

Fallwildsuche im Wald: Vier Männer einer Suchstaffel schreiten ein Waldstück ab und suchen nach Wildschweinkadavern.
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(© SMS)

November 2020, Truppenlager Werdeck bei Krauschwitz im Landkreis Görlitz: Mehr als 200 ehrenamtliche Kräfte des THW sowie rund 100 Angehörigen der Bundeswehr unterstützten vor Ort gemeinsam mit anderen Organisationen den Bau des festen Zaunes an der Restriktionszone zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest.

Ein LKW der Bundeswehr und ein Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerkes stehen auf auf einem Lagerplatz unzähligen Rollen von Maschendraht
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(© SMS)

Um nach dem ersten Fall Afrikanischer Schweinepest in Sachsen das Infektionsgeschehen zu begrenzen, wurde das Restriktionsgebiet im Landkreis Görlitz eingezäunt. Dazu gehörte auch die Errichtung eines festen Zauns im Grenzverlauf zu Polen. Die für Tierseuchen zuständige Sozialministerin Petra Köpping informierte sich am 11. November 2020 vor Ort über den Baufortschritt – hier mit Andreas Heinrich vom Technischen Hilfswerk und Oberst Klaus Finck von der Bundeswehr. Entlang der polnischen Grenze wurde unter der Koordination des THW von Kameraden des THW, Soldaten der Bundeswehr und Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung der feste Zaun errichtet. Er ersetzt bzw. verstärkt die bisher dort installierte mobile Wildbarriere. Der Zaun ist ca. einen Meter hoch – so bleibt er für Rehe und Hirsche passierbar – und mit einem horizontalen Schutz vor einer Unterwühlung durch Wildschweine versehen.

Petra Köpping beim Bau des Zaunes zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
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(© iStockphoto/Neil Burton)

Ein am 27.10.2020 im Landkreis Görlitz geschossenes Wildschwein war mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Das Tier wurde in der Landesuntersuchungsanstalt am 29.10. untersucht und der Verdacht am 30.10. ausgesprochen. Der Verdacht wurde am 31.10.2020 vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Der weibliche Überläufer wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Krauschwitz erlegt. Ein zeitgleich geschossener Frischling war negativ getestet worden.

Erster Wildschweinfund: Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen
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(© SMS)

31. August 2020: Mit der Informationskampagne wirbt das Sozialministerium bei Fernfahrern, Wanderern, Jägern und Tierhaltern um Hilfe zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Die Einschleppung bzw. Verbreitung der Tierseuche nach und in Sachsen soll verhindert werden. Staatsministerin Petra Köpping sowie Wilhelm Bernstein (Vize-Präsident Landesjagdverband Sachsen e.V., links) und Torsten Krawczyk (Präs. Sächsischer Landesbauernverband e.V., rechts) stellen die Plakate der Kampagne vor.

Plakate zur Kampagne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
(© picture alliance/dpa)

Das Plakat des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt warnt davor, das ASP-Virus nicht über weggeworfene Speisereste im Wald zu verbreiten. Die Plakate werden in ganz Sachsen verbreitet, um die Bevölkerung zu informieren.

Ein Plakat mit dem Slogan "Arme Sau! Afrikanische Schweinepest verhindern!" hängt an einer Straße an einem Pfahl eines Verkehrsschildes. Im Hintergrund ein Wohnhaus.
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(© picture alliance / Geisler-Fotopress)

Am 21. Januar 2020 hatte das Sozialministerium entschieden, eine Wildbarriere an der gesamten Grenze zu Polen zu ziehen und somit die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Schwarzwild zu verringern. Dafür wurde Zaunmaterial für die gesamten 128 Kilometer angeschafft. Die Kosten von 250.000 Euro trug der Freistaat.

Wildbarriere an einer Wiese im sächsischen Grenzgebiet zu Polen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest
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(© SMS)

Der Freistaat Sachsen errichtete im gesamten Grenzverlauf zu Polen zunächst eine Wildschweinbarriere zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest. Staatsministerin Petra Köpping und Dr. Stephan Koch, Leiter der Abteilung Gesundheits- und Veterinärwesen, Verbraucherschutz informierten sich am 23. Januar 2020 vor Ort über die Wildschweinbarriere. Inzwischen verhindert ein Metallzaun im Grenzverlauf den Wildwechsel von Wildschweinen aus Polen über die Neiße nach Sachsen.

Staatsministerin Petra Köpping und Dr. Stephan Koch informieren sich vor Ort über die Wildschweinbarriere.
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