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Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest © picture alliance/dpa

In Sachsen ist Ende Oktober im Landkreis Görlitz ein Wildschwein geschossen worden, das mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Seit dem wurden weitere infizierte Wildschweine gefunden. Diese hochansteckende Viruserkrankung bedroht neben den Wildschweinen vor allem die Hausschweinbestände. Das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium hat alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Ziel aller Maßnahmen ist es, die weitere Ausbreitung der Tierseuche in weitere Regionen zu verhindern und sie auf ein möglichst kleines Gebiet zu beschränken. Deswegen wurden um den Fundort Restriktionszonen eingerichtet, in denen besondere Vorgaben für Jäger, landwirtschafte Nutztierhalter und Allgemeinheit gelten. Denn alle Bürger können durch ihr Verhalten mithelfen, die Ausbreitung der Seuche einzudämmen.

Für den Menschen und für andere Haus- und Nutztierarten als Schweine ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich.

Wir unternehmen alles, um möglichst ein Vordringen der Afrikanischen Schweinepest auf andere Landkreise zu verhindern. Ich bin dem THW, der Bundeswehr, dem Landkreis Görlitz und der Landestalsperrenverwaltung für deren Unterstützung äußerst dankbar.

Staatsministerin Petra Köpping

Aktuelle Fallzahlen

Fundort Anzahl bestätigter ASP-Fälle bei Wildschweinen
Gemeinde Krauschwitz (LK Görlitz)  8
Sachsen gesamt 8

Stand vom 24. November 2020, 13:00 Uhr

Aktuelle Restriktionszonen in Sachsen

Restriktionszone der Afrikanischen Schweinepest
Restriktionszone zur Afrikanischen Schweinepest  © Landestierseuchenbekämpfungszentrum

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen zu verhindern, hat der Freistaat Allgemeinverfügungen erlassen, die Restriktionszonen festlegen, in denen für Jäger, Schweinehalter und die Allgemeinheit besondere Regelungen gelten.

Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

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(© Bundeswehr/Weinrich)

Drei Wochen nach der amtlichen Feststellung der Afrikanischen Schweinepest konnte die erste flächendeckende Suche nach mit dem ASP-Virus infizierten Tieren im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz abgeschlossen werden. Auf der insgesamt 13.500 Hektar großen Restriktionszone an der Grenze zu Polen wurden bei der sogenannten Fallwildsuche insgesamt 53 Kadaver bzw. Kadaverteile entdeckt. Insgesamt sieben trugen das Virus in sich. Ziel der Fallwildsuche war es, die Ausdehnung des tatsächlichen Infektionsgeschehens zu ermitteln. Aktuell waren zuletzt elf Suchstaffeln mit über 150 Personen im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz im Einsatz.

Fallwildsuche im Wald: Vier Männer einer Suchstaffel schreiten ein Waldstück ab und suchen nach Wildschweinkadavern.
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(© SMS)

November 2020, Truppenlager Werdeck bei Krauschwitz im Landkreis Görlitz: Mehr als 200 ehrenamtliche Kräfte des THW sowie rund 100 Angehörigen der Bundeswehr unterstützen vor Ort gemeinsam mit anderen Organisationen den Bau des festen Zaunes an der Restriktionszone zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest.

Ein LKW der Bundeswehr und ein Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerkes stehen auf auf einem Lagerplatz unzähligen Rollen von Maschendraht
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(© SMS)

Um nach dem ersten Fall Afrikanischer Schweinepest in Sachsen das Infektionsgeschehen zu begrenzen, wird das Restriktionsgebiet im Landkreis Görlitz eingezäunt. Dazu gehört auch die Errichtung eines festen Zauns im Grenzverlauf zu Polen. Die für Tierseuchen zuständige Sozialministerin Petra Köpping informierte sich am 11. November 2020 vor Ort über den Baufortschritt – hier mit Andreas Heinrich vom Technischen Hilfswerk und Oberst Klaus Finck von der Bundeswehr. Entlang der polnischen Grenze wird unter der Koordination des THW von Kameraden des THW, Soldaten der Bundeswehr und Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung der feste Zaun errichtet. Er ersetzt bzw. verstärkt die bisher dort installierte mobile Wildbarriere. Der Zaun ist ca. einen Meter hoch – so bleibt er für Rehe und Hirsche passierbar – und mit einem horizontalen Schutz vor einer Unterwühlung durch Wildschweine versehen.

Petra Köpping beim Bau des Zaunes zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
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(© iStockphoto/Neil Burton)

Ein am 27.10.2020 im Landkreis Görlitz geschossenes Wildschwein war mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Das Tier wurde in der Landesuntersuchungsanstalt am 29.10. untersucht und der Verdacht am 30.10. ausgesprochen. Der Verdacht wurde am 31.10.2020 vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Der weibliche Überläufer wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Krauschwitz erlegt. Ein zeitgleich geschossener Frischling war negativ getestet worden.

Erster Wildschweinfund: Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen
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(© SMS)

31. August 2020: Mit der Informationskampagne wirbt das Sozialministerium bei Fernfahrern, Wanderern, Jägern und Tierhaltern um Hilfe zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Die Einschleppung bzw. Verbreitung der Tierseuche nach und in Sachsen soll verhindert werden. Staatsministerin Petra Köpping sowie Wilhelm Bernstein (Vize-Präsident Landesjagdverband Sachsen e.V., links) und Torsten Krawczyk (Präs. Sächsischer Landesbauernverband e.V., rechts) stellen die Plakate der Kampagne vor.

Plakate zur Kampagne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
(© picture alliance/dpa)

Das Plakat des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt warnt davor, das ASP-Virus nicht über weggeworfene Speisereste im Wald zu verbreiten. Die Plakate wurden in ganz Sachsen verbreitet, um die Bevölkerung zu informieren.

Ein Plakat mit dem Slogan "Arme Sau! Afrikanische Schweinepest verhindern!" hängt an einer Straße an einem Pfahl eines Verkehrsschildes. Im Hintergrund ein Wohnhaus.
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(© picture alliance / Geisler-Fotopress)

Am 21. Januar 2020 hatte das Sozialministerium entschieden, eine Wildbarriere an der gesamten Grenze zu Polen zu ziehen und somit die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Schwarzwild zu verringern. Dafür wurde Zaunmaterial für die gesamten 128 Kilometer angeschafft. Die Kosten von 250.000 Euro trug der Freistaat. Die Wildschweinbarriere ist eine von verschiedenen ASP-Präventionsmaßnahmen. Aufgabe der Barriere, ein ca. 75 cm hohes Elektronetz mit Duftkomponente, ist es durch optische und tatsächliche Reize Wildschweine in ihrem natürlichen Wanderungsverhalten zu beeinflussen. Die Barriere war und ist erfolgreich. Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung halten sie permanent instant.

Wildbarriere an einer Wiese im sächsischen Grenzgebiet zu Polen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest
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(© SMS)

Der Freistaat Sachsen errichtete im gesamten Grenzverlauf zu Polen eine Wildschweinbarriere zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest. Staatsministerin Petra Köpping und Dr. Stephan Koch, Leiter der Abteilung Gesundheits- und Veterinärwesen, Verbraucherschutz informierten sich am 23. Januar 2020 vor Ort über die Wildschweinbarriere. Von Norden beginnend werden über die gesamten rund 128 Kilometer Länge der sächsischen Grenze zu Polen elektrobetriebene und mit abschreckenden Duftkomponenten versehene Wildschweinabwehrnetze errichtet.

Staatsministerin Petra Köpping und Dr. Stephan Koch informieren sich vor Ort über die Wildschweinbarriere.

Weiterführende Informationen

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist es wichtig, tote Wildschweine, Unfallwild und krank erlegtes Wild schnell zu melden und zu erfassen, um so schnell wirksame Seuchenbekämpfungsmaßnahmen einleiten zu können. Die wichtigsten Informationen haben wir für Sie gesammelt: 

Wichtige Kontakte

Meldungen zu gefundenem Fall- oder Unfallwild sowie Informationen zu Schäden an der errichteten Barriere richten Sie bitte an folgende Adressen: 

Information Kontakt

Meldung von Fallwild

Lebensmittelüberwachungs-/Veterinärämter

Meldung von Schäden an der bestehenden Schwarzbildbarriere schadensmeldung-swb@ltv.sachsen.de

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