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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Rechts Kopf eines Keilers, links daneben Schriftzug "Das Virus ist nicht das Problem. Sondern du."
Mit diesem Postkartenmotiv appelliert das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz an die Bevölkerung das ASP-Virus nicht über weggeworfene Speisereste an Autobahnraststätten oder im Wald zu verbreiten.  © SMS

Am 14. November 2019 wurde bei einem toten Wildschwein in der Nähe des Dorfes Tarnow Jezierny in Polen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Bisher war diese Erkrankung nur im Osten von Polen aufgetreten. Der große Sprung der Erkrankung über 300 km nach Westen bringt sie nun in eine Nähe von circa 80 km an die deutsche Grenze. Dieser Ausbruch verändert die Risikobewertung im Hinblick auf einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen nicht. Das Risiko eines Eintrages von ASP nach Deutschland ist nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Institutes weiterhin als „hoch“ einzustufen.  Sprünge der ASP über größere Entfernungen, wie jetzt in die Woiwodschaft Lebus in Polen oder zuvor nach Belgien (September 2018), Ungarn (Oktober 2019) oder auch in die Tschechische Republik (Juni 2017), verdeutlichen das bestehende Risiko einer Einschleppung nach Deutschland gerade durch menschliches Handeln.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Erkrankung, die nur Schweine (Haus- und Wildschweine) befällt. Sie wird direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände (dies beinhaltet auch Lebensmittel) übertragen. Das Virus ist hochresistent bei niedrigen Temperaturen und kann bis zu 6 Monate in ungekochten Schweinefleischprodukten überleben.

Die Afrikanische Schweinepest ist keine Zoonose und kann somit nicht auf den Menschen übertragen werden. Es besteht jedoch eine Ansteckungsgefahr für unsere Haus- und Wildschweine durch kontaminierte, weggeworfene Speisereste, zum Beispiel an Autobahnraststätten und auch durch Jagdtrophäen aus Gebieten (zum Beispiel Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Lettland und Estland), in denen die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen ist. Hier ist es angebracht, sich vorab über einen möglichen Ausbruch der ASP am Reiseziel zu erkundigen.

Wichtig ist es nun das bereits erfolgreich durchgeführte Monitoring von Fallwild, Unfallwild und krank erlegtem Wild fortzuführen und zu vertiefen, um einen möglichen Eintrag in die Wildschweinpopulation frühzeitig zu erkennen und schnell effektive Seuchenbekämpfungsmaßnahmen einleiten zu können. Schweinehalter sollten weiterhin auf verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Bestände achten.

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