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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

08.05.2017 - Stärkste Influenzawelle seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes - Ministerin rät zu Schutzimpfung

Ein Mann mit Infekt liegt auf der Couch und hustet, vor ihm auf dem Tischchen stehen diverse Medikamente und Hausmittel

Die Grippesaison ist zu Ende. In Sachsen brachte sie so viele Erkrankungen wie nie seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes mit sich. 10.634 Influenza-Fälle wurden registriert.
(© Africa Studio/Fotolia.de)

Die Grippesaison ist zu Ende. »Die Auswertung der diesjährigen Saison bestätigt, dass Influenza keine harmlose Erkrankung ist. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie sich und Ihre Familie vor den Influenza-Viren«, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch zur Auswertung der Influenza-Saison 2016/2017.

Insgesamt wurden im Freistaat Sachsen von der 40. Kalenderwoche (KW) 2016 bis einschließlich der 17. KW 2017 16.685* Influenza-Erkrankungen gemeldet. So viele Influenza-Fälle gab es seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Jahr 2001 noch nie. Die Dunkelziffer könnte noch höher liegen, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht und dieser dann auch nicht bei allen Patienten eine Laboruntersuchung veranlasst. Mit über 90 % dominierten deutlich Influenza A-Viren des Subtyps A(H3N2).

In der zurückliegenden Saison erkrankten vergleichsweise viele ältere Erwachsene an Influenza. Mit 26 % waren die 45- bis 64-Jährigen am häufigsten betroffen. 18 % der Grippepatienten kamen aus der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen, 17 %  waren über 64 Jahre. Bisher verstarben 73 Menschen im Alter zwischen 33 und 100 Jahren nachweislich an Influenza.

Der Berichtszeitraum der Influenzasaison 2016/2017 wurde zum 30. April (17. KW) abgeschlossen. Die Grippewelle hatte ab der 51. KW 2016 begonnen. Ihren Gipfel erreichte sie zwischen der 4. und der 8. KW 2017. Sie endete Mitte März 2017 (11. KW). Im Vergleich zu den Vorjahren begann die Influenzaepidemie außergewöhnlich früh und flaute auch entsprechend eher ab.

* Aufgrund eventueller Nachmeldungen ist eine Korrektur nach oben nicht auszuschließen.