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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

06.09.2017 - Wanderausstellung soll sensibilisieren

Staatsministerin Klepsch betrachtet mit einer Veranstaltungsteilnehmerin eine Ausstellungstafel im Foyer des SMS

Türen öffnen, Hilfsangebote machen. Ministerin Klepsch spricht sich für den offenen Umgang mit Selbsttötungen aus. Die Ausstellung im Sozialministerium soll dazu beitragen, um mit der notwendigen Offenheit und Courage das Gespräch über dieses schwierige Thema zu finden.
(© SMS)

Im Foyer des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz gastiert derzeit die Wanderausstellung »Keine Trauer wie jede andere – Hinterbliebene nach Suizid«. Sie wurde heute von Staatsministerin Barbara Klepsch eröffnet.

Bis zum 15. September 2017 kann die Exposition zur Suizidtrauer im Ministerium kostenfrei besucht werden. Anlass für die Präsentation ist der Internationale Tag der Suizidprävention am 10. September. Mit der Ausstellung soll auf die Problematik Suizidalität aufmerksam gemacht werden. Lebensmüdigkeit gilt immer noch als Tabuthema. Ziel soll es sein, Tabus und Barrieren zu überwinden und so Offenheit und Courage zu diesem sensiblen Thema aufzubauen. Die Wanderausstellung wurde von der Selbsthilfeorganisation AGUS – Angehörige um Suizid e. V. konzipiert. Der Schwerpunkt des Vereins liegt vor allem in der Bewältigung der Suizidtrauer von Hinterbliebenen.

Allein in Deutschland sterben jährlich ca. 10.000 Menschen durch Suizid. »Selbsttötung beziehungsweise der Selbsttötungsversuch dürfen in der Öffentlichkeit nicht tabuisiert oder gar als Schwäche oder ›Verrücktheit‹ verunglimpft werden. Schon ein Wandel solcher Vorurteile öffnet Wege für eine bessere Prävention und Versorgung suizidgefährdeter Menschen«, betonte Staatsministerin Barbara Klepsch zur Ausstellungseröffnung.

Parallel dazu hatte die Ministerin die Schirmherrschaft zu der entsprechenden Tagung, die sich in besonderer Weise der Situation von Angehörigen und Hinterbliebenen nach einem Suizid widmete, inne. Die Tagung fand im Haus der Kathedrale Dresden statt und wurde von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden organisiert.