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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

28.08.2017 - Datenbank gibt den Opfern einen Namen

Gruppenfoto in der Gedenkstätte Großschweidnitz vor dem Bild Tante Marianne von Gerhard Richter

Der Gedenkstätte Großschweidnitz e. V. erhielt von Mitarbeitern des Gerhard-Richter-Archivs Dresden ein Foto des Bildes »Tante Marianne« des Malers Gerhard Richter. Es soll in der zukünftigen Ausstellung als Dauerleihgabe zu sehen sein.
(© SMS)

5.539 Opfer der NS-Krankenhausmorde sind nun namentlich bekannt und in einer Opferdatenbank hinterlegt. Die Gedenkstätte Großschweidnitz erhält eine wertvolle Fotofassung des Bildes »Tante Marianne« von Gerhard Richter.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden tausende Psychiatriepatienten der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz Opfer der nationalsozialistischen Tötungsverbrechen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden 5.539 in Großschweidnitz verstorbene Psychiatriepatienten namentlich ermittelt. Sie wurden Opfer dieser Krankenhausmorde. Staatsministerin Barbara Klepsch stellte am 28. August 2017 gemeinsam mit Projektleiterin Maria Fiebrandt die Ergebnisse des Forschungsprojektes Opferdatenbank in der Gedenkstätte Großschweidnitz vor. »Wir müssen den Opfern einen Namen geben, dann wird das Unfassbare auch für die nächsten Generationen begreifbar«, so Klepsch. Auch der weltbekannte Maler Gerhard Richter ist der Gedenkstätte verbunden. Seine Tante Marianne Schönfelder kam als junge Frau in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt zu Tode. Für die weitere Erinnerungsarbeit stellt Richter eine wertvolle Fotofassung seines bekannten Bildes »Tante Marianne« der Gedenkstätte zur Verfügung.

Foto: Ministerin beim Rundgang durch die Gedenkstätte Großschweidnitz

Rundgang durch die Gedenkstätte Großschweidnitz
(© SMS)

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