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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

01.06.2016 - Landesrahmenvereinbarung unterzeichnet – Gemeinsam für mehr Gesundheit in Sachsen

Gruppenfoto der Partner der Landesrahmenvereinbarung

Die Partner Landesrahmenvereinbarung: Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Renten- und Unfallversicherung und des Freistaates Sachsen
(© Steffen Giersch)

Heute unterzeichneten Staatsministerin Barbara Klepsch, Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Renten- und Unfallversicherung die sächsische Landesrahmenvereinbarung zur Gesundheitsförderung und Prävention. Gemeinsames Ziel der Partner: Durch eine stärkere Kooperation sollen Nachhaltigkeit und Reichweite von Präventionsprojekten erhöht werden. Um Ungleichheiten von Gesundheitschancen zu vermeiden oder zu vermindern, sollen die Menschen besser in ihren Lebenswelten erreicht werden.

Die gemeinsamen Projekte der Partner werden sich in den nächsten Jahren auf die Themen »Gesund aufwachsen«, »Gesund leben und arbeiten«,  »Gesundheitsförderung von Erwerbslosen« und »Gesund im Alter« konzentrieren.

Prävention ist ein Gemeinschaftsprojekt

Staatsministerin Barbara Klepsch ist wichtig, »dass wir künftig die Präventionsarbeit in den verschiedenen Lebenswelten wie Kita, Schule oder Betrieb besser koordinieren können.« Klepschs Dank gilt allen Beteiligten, die sich schnell und sachorientiert auf gemeinsame Zielbereiche für die zukünftige Präventionsarbeit verständigt haben. »Mit dem Gesundheitszieleprozess wurde in den zurückliegenden Jahren eine solide Grundlage aufgebaut, die nun unter anderem Ausgangspunkt für die Landesrahmenvereinbarung wurde«, sagte sie anlässlich der feierlichen Unterzeichnung.

Auch andere Institutionen und Organisationen in Sachsen können die Ziele der Landesrahmenvereinbarung aktiv unterstützen. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Projektideen und Inhalten einzubringen. Die Unterstützungserklärung ist wichtiger Bestandteil der Vereinbarung.

Neben neuen Initiativen werden auch bewährte Projekte und Kooperationen fortgeführt. So engagiert sich das Gesundheitsministerium weiter für ein gesundes Verpflegungsangebot in Kindertagesstätten und Schulen sowie für das FREUNDE-Programm. Das FREUNDE-Programm richtet sich an Kitas. Es fördert zum Beispiel die Kommunikation der Kinder, schult ihre Konflikt- und Problemlösefähigkeiten oder ihr Einfühlungsvermögen. Fortgesetzt werden auch erfolgreiche Präventionsprogramme der Krankenkassen. Dazu gehören etwa das »Hart am Limit«-Projekt gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen oder die Präventionskurse für Langzeitarbeitslose in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Vogtland.

Umsetzung des Präventionsgesetzes

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Deutsche Bundestag das Präventionsgesetz verabschiedet. Es sieht vor, Prävention und Gesundheitsförderung in den verschiedenen Lebenswelten der Bevölkerung zu stärken. Zu diesen Lebenswelten gehören beispielsweise Arbeit, Kindertageseinrichtung, Schule und Wohnumfeld. Die Länder wurden beauflagt, Rahmenvereinbarungen abzuschließen. Sachsen ist das dritte Bundesland, das eine solche Vereinbarung verabschiedet hat.

Gesundheitsministerin Klepsch ist stolz, dass der Gesundheitszieleprozess in Sachsen auch auf Bundesebene Impulse für das neue Präventionsgesetz gesetzt hat: »Das verschafft uns einen entscheidenden Vorteil: Wir waren und sind gut vorbereitet auf die Umsetzung der Präventionsgesetzes mit der Landesrahmenvereinbarung. Unsere gemeinsam erarbeiteten Wertsetzungen sind eine solide Basis für die Arbeit in den nächsten Jahren.«

Die Landesrahmenvereinbarung steht in der rechten Randspalte als Download zur Verfügung. Die Unterstützungserklärung ist als Anlage 3 beigefügt und kann an die Geschäftsstelle der Landesrahmenvereinbarung geschickt werden.

An der Landesrahmenvereinbarung für den Freistaat Sachsen gemäß § 20f SGB V zur Umsetzung des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention sind beteiligt:

  • Freistaat Sachsen
  • AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen
  • BKK Landesverband Mitte
  • IKK classic
  • Knappschaft, Regionaldirektion Chemnitz
  • Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)
  • Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Landesvertretung Sachsen als gemeinsamer Bevollmächtigter der nachfolgenden Krankenkassen
    • Techniker Krankenkasse,
    • BARMER GEK,
    • DAK-Gesundheit,
    • Kaufmännische Krankenkasse – KKH,
    • Handelskrankenkasse (hkk) und
    • HEK – Hanseatische Krankenkasse
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Landesverband Südost
  • Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland
  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn See

Sie alle wissen: Es ist besser, in Gesundheit zu investieren, als viel Geld für die Behandlung von Krankheiten auszugeben.

Die Geschäftsstelle der Landesrahmenvereinbarung wird bei der Sächsische Landesvereinigung
für Gesundheitsförderung e. V. angesiedelt.