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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

23.03.2016 - Crystal-Konsum stagniert auf hohem Niveau

Von Hand zu Hand - Rauschmittel wechseln den Besitzer

71 Prozent der Crystal-Erstkonsumenten sind jünger als 19 Jahre.
(© Photographee.eu/fotolia.de)

Im vergangenen Jahr nahmen in Sachsen mehr als 50.000 Menschen mit Suchtproblemen Hilfe in Anspruch. Das geht aus dem aktuellen Bericht »Sucht 2015 – Suchtkrankenhilfe in Sachsen« der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V. hervor. Erstmals nach sechs Jahren sei die Zahl der Crystal-Konsumenten in der sächsischen Suchthilfe kaum noch angestiegen. Nach wie vor stehe jeder vierte Fall in der Suchtberatung im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Crystal. Mit 64 Prozent in der stationären Behandlung Suchtkranker dominiere die Substanz im Bereich der illegalen Drogen.

Staatsministerin Barbara Klepsch: »Die Zahlen zeigen deutlich: Wir dürfen nicht nachlassen im Kampf gegen Drogenmissbrauch. Jeder Abhängige ist einer zu viel. Wir haben im Doppelhaushalt 2015/2016 zusätzlich 1 Million Euro pro Jahr für die Suchtberatungs- und -behandlungsstellen zur Verfügung gestellt und unterstützen mit zusätzlichen 1,3 Millionen Euro die Kommunen nach Kräften. Ein besonderes Augenmerk haben wir natürlich auf Crystal, das keine Randerscheinung mehr ist.« Die Sächsische Staatsregierung setzt auf Repression, Beratung, Behandlung und Prävention. »Unser Ziel ist es, Konsum zu verhindern und Konsumenten frühzeitig ins Hilfesystem zu bringen. Dafür planen wir derzeit auch 50 zusätzliche Plätze für mehrfachabhängige junge Drogenabhängige«, so die Ministerin.

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